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Zucker reduzieren ! Süßungsmittel ?!

# Tipps | 9. Mai 2016

Was sind denn eigentlich Süßungsmittel? Das sind Stoffe, die ein angenehm süßes, wohlschmeckendes Empfinden im Mund auslösen. In der Lebensmittelindustrie, aber auch im pharmazeutischen Bereich werden unterschiedlichste Süßungsmittel eingesetzt: für Desserts, Kaugummi, Saucen, Senf, Milchprodukte, aromatisierte Getränke, Fruchtsäfte, Eiscreme, Marmeladen, Backwaren, Suppen, Nahrungsergänzungsmittel…..und, und und. Die gesundheitliche Unbedenklichkeit wird von wissenschaftlichen Experten-Komitees (EFSA = europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, FDA = amerikanischen Lebens-und Arzenimittelbehörde, BfR= Bundesamt für Risikobewertung) bestätigt und in der Zusatzstoffzulassungsverordnung im Lebensmittelrecht geregelt. Es gibt immer wieder Ergänzungen oder Berichtigungen. Früher teilte man die Stoffe in Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe ein, heute verwendet man nur noch den Begriff Überbegriff Süßungsmittel.

Früher Zuckeraustauschstoffe: sie gehören zu den Zuckerarten, haben aber einen anderen energetischen Brennwert als normaler Haushaltszucker und beeinflussen den Blutzuckerspiegel nur wenig. Dazu gehören:

  • Sorbit (E 420): kommt in der Natur in Früchten wie Pflaumen oder Birnen vor und wird auch im Körper wie Fructose abgebaut. Wenn Sie an einer Fructose-Intoleranz leiden, sollten Sie Sorbit meiden! Verwendet wird es bevorzugt in der Lebensmittelindustrie als Feuchthaltemittel (z.B. in Senf, Mayonnaisen, Toast etc.).
  • Mannit oder Mannitol (E 421): Kommt in der Natur z.B. in Pilzen vor. Es ist in der Herstellung sehr teuer und wird daher nur wenig eingesetzt. Es kann bei empfindlichen Personen Durchfall auslösen, man verwendet es in der Medizin daher auch als Abführmittel.
  • Isomalt (E 953): Wird aus der Zuckerrübe gewonnen und hat fast die gleich Süßkraft wie Zucker, jedoch 50% weniger Kalorien. Es gibt keine Mengen-Beschränkung. Eingesetzt wird es z.B. für zuckerreduzierte Backwaren, Marmelade oder Senf, als Isomaltulose (Palatinit) wird es in zahlreichen Getränken im Sport- und Wellness-Bereich verwendet. Es kann ebenfalls bei großen Mengen abführend wirken.
  • Xylit (E 967): Kommt in einigen Pflanzen und im menschlichen Körper als Zwischenprodukt im Stoffwechsel vor. Es wird aus Holzzucker ( Xylose) hergestellt. Auf der Zunge wirkt es kühl und verstärkt z.B. Mentholgeschmack. Man verwendet es daher häufig in Kaugummis oder Zahnpasta.

Früher Süßstoffe: Sie haben eine sehr hohe Süßkraft, man braucht also nur sehr wenig und sie haben nahezu keinen Brennwert. Dazu gehören:

  • Acesulfam K (E 950): Es ist kalorienfrei, 350-mal süßer als Zucker und löst keine Karies aus. Es handelt sich um eine Verbindung aus Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff ,Schwefel und Kalium, die unverändert wieder ausgeschieden wird. Zudem ist es stabil bei Hitze und kann daher vielfältig eingesetzt werden: in Getränken, Desserts, Süßwaren, Konserven, in Arzneimitteln, Zahncreme, Mundwasser.
  • Aspartam (E 951) : Es ist kalorienarm, ebenfalls 350-mal süßer als Zucker und besteht aus den Aminosäuren Asparaginsäure und Phenylalanin ( Aspartam mus als Phenylalaninquelle deklariert weden). Beim Abbau im Körper entsteht eine kleine Menge Methanol. Die Sicherheit von Aspartam wurde in mehreren Studien untersucht. Eine tägliche Zufuhr von 40mg/kg Körpergewicht soll als sicher gelten.
  • Cyclamat (E 952): Es hat die geringste Süßkraft im Vergleich zu Zucker (35:1), schmeckt aber sehr gut und wird oft mit Saccharin zusammen verwendet. Der Körper scheidet es unverändert über die Nieren aus.
  • Saccharin (E 954): Das ist der älteste Süßstoff (seit 1902) und ca. 550-mal süßer als Zucker. Man verwendet meistens das Natrium-Salz (Saccharin-Na), dieses wird unverändert ausgeschieden. Der Geschmack ist aber bitter und metallisch, so daß es oft mit anderen Süßstoffen kombiniert wird.
  • Sucralose (E 955): Sie ist kalorienfrei, zahnschonend und wird unverändert ausgeschieden. Hergestellt wird sie auch aus normalem Zucker, das Endprodukt ist dann ein weisses, geruchloses, Kristallines Pulver, ähnlich wie Puderzucker. Schmeckt wie normaler Zucker, ist aber kalorienfrei und ca. 600-mal süßer als Haushaltszucker. Obwohl aus Zucker hergestellt, erkennt der Körper es nicht als Zucker oder Kohlenhydrat, da unsere Verdauung kein Enzym zur Aufspaltung besitzt. So wird Sucralose also nahezu unverändert ausgeschieden. Das in Sucralose gebundene Chlor soll keine schädlichen Wirkungen haben, es wird nicht abgespalten und sammelt sich auch nicht im Körper an.
  • Neohesperidin DC (E 959) : Es wird aus Zitrusfrüchten gewonnen, ist ca. 400- bis 600-mal süßer als Zucker und wird nur wenig vom Körper aufgenommen. Man verwendet es gerne, um „bittere“ Medikamente besser schmeckend zu machen.
  • Steviaglycoside (E 960): Die Stevia- oder Steviolglycoside werden aus der Pflanze Stevia Rebaudiana gewonnen und haben einen süßen, aber auch bitteren-herben Geschmack mit lackritz-ähnlicher Note. Um den ursprünglichen Geschmack von Lebensmittel zu erhalten, müssen daher noch zusätzliche Süßungsmittel eingesetzt werden. Stevia darf nicht als natürlich beworben werden, da die Inhaltstoffe der Stevia-Pflanze (Steviaglykoside) nicht von Natur aus in den Lebensmitteln vorhenden sind, sondern auf chemischen Weg gewonnen und dann zugesetzt werden.

Fazit: Es gibt nicht DEN Ersatz für Zucker, aber es ist möglich, den Konsum von Zucker durch verschiedene Süßungsmittel zu reduzieren. Denn es ist für unsere Gesundheit sehr empfehlenswert, den Anteil von Kohlenhydraten (und Zucker zählt dazu) an der täglichen Ernährung zu verringern.

Mehr Informationen: Die Zucker-Verschwörung, Süsstoff-Verband, Logi-Methode

 

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