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Der Darm

# Naturheilkunde | 11. März 2019

Verdauungs-und Abwehrorgan

Unglaublich! Mit einer Fläche von ca. 400qm stellt unser Darm die größte Oberfläche der menschlichen Schleimhaut dar. Schleimhaut- was ist das? Sie ist die natürliche Barriere unseres Körpers, um uns vor der Außenwelt, der Umwelt zu schützen. Auch die Haut tut das. Allerdings nur mit einer Oberfläche von ca. 2qm. Sowohl die Bronchialschleimhaut mit etwa 100qm, als auch die Schleimhaut des Nasen-und Rachenraum und die des Harn- und Genitalbereichs halten uns schädliche fremde Stoffe vom Leibe. Schleimhäute haben die Fähigkeit, zwischen „guten“ und „bösen“ Stoffen zu unterscheiden. Die Guten lassen sie passieren, die Schlechten werden untauglich gemacht und ausgeschieden.

Dies gelingt ihr durch ihren einzigartigen Aufbau. Nehmen wir als Beispiel den Darm: Er besteht aus eng verbundenen Darmzellen, die den Untergrund für die Mucosa, die Schleimschicht bilden. Und diese wiederum ermöglicht die Ansiedelung von einer Billionen-fachen Bakterienzahl, die aus unterschiedlichen Stämmen besteht. Sie bilden die sogenannte Flora. Unsere Darmbakterien leisten wahre Wunder. Ohne sie könnten wir nicht existieren, nicht verdauen, nicht Abwehr leisten.

Die Darmflora entwickelt sich von Geburt an stetig. Bereits bei der Passage durch den Geburtskanal kommt der Säugling mit den ersten Bakterien der Vaginalflora in Kontakt und siedelt dadurch erste Stämme in seinem Darm an. Ungefähr bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres gleicht die Darmflora des Kindes etwa der des Erwachsenen. Eine ausgeprägte Entwicklung findet für das Kind v.a. während der Umstellung von Muttermilch auf feste Nahrung statt. Um den Darm vor Überbelastung zu schützen, hilft es dem Kind, während dieser Zeit zusätzlich noch die Abwehrstoffe der Mutter über die Muttermilch zu bekommen bis es sich an die Stoffe in unserer Nahrung gewöhnt hat und die Selektion zwischen Eigen- und Fremdstoffen gut läuft.

In Folge eines Menschenlebens wird die Darmschleimhaut durch unterschiedliche Faktoren beeinflußt. Gesunde Ernährung, ausgeglichene, rhythmische Lebensweise mit Bewegung und frischer Luft sorgen für eine Besiedelung positiver Stämme. Darmentzündungen, Dauerstress, Fastfood, Umweltgifte und Therapiemaßnahmen wie Antibiotika-Einnahme und Strahlentherapie fördern das Gewicht der negativen Stämme.

Konkret heißt das, wenn unsere Darmschleimhaut gestört ist, ist auch unser Abwehrsystem gestört. Dies kann sich bemerkbar machen durch Müdigkeit, Infektanfälligkeit, durch Allergien und chronischen Entzündungen der Darmschleimhaut und aller anderen Schleimhäute auch. Das Problem bleibt also nicht im Darm, sondern kann andere Schleimhautbereiche betreffen, wie z.B. die Nasenschleimhaut und zur chronischen Sinusitis führen.

Hier wird klar, wie komplex der menschliche Körper verbunden ist. Man erklärt sich die Verbundenheit der Schleimhäute v.a. durch den Kontakt untereinander über das lymphatischen System. Das Lymphsystem durchzieht mit seinen Lymphbahnen und -Knoten netzartig den gesamten Körper. Auch Lymphorgane gehören dazu: Milz, Thymus-Drüse, die Mandeln, die Peyer-Plaques im Darm und der „Blinddarm“ (Wurmfortsatz). Wie ein Drainagesystem entzieht das lymphatische System dem Gewebe überschüssige Flüssigkeit und Stoffwechselendprodukte. Man könnte sagen, es funktioniert wie eine Art Müllabfuhr und die Lymphknoten stellen dazu die richtigen Abwehrzellen (Müllautos und Müllmänner) bereit.

Nochmal zurück zu unserer chronischen Sinusitis. Diese könnte die Folge einer Störung der Darmschleimhaut sein und könnte dann auch kausal mit einer Darmbehandlung therapiert werden. Auf deutsch man bringt das Milieu des Darms in Ordnung und auf Ebene der Nasenschleimhaut zeigt sich die erfolgreiche Therapie. Umgedreht könnte Abwehrschwäche auch von der Entzündung einer anderen Schleimhaut, als die es Darms herrühren. Auch hier ist empfehlenswert über den Darm zu therapieren, diesen zu sanieren und die positiven Bakterienstämme zu fördern.

Die Darmsanierung kann noch mehr. Sie verbessert die Barrierefunktion und repariert die „Löcher“ zwischen den Darmzellen, die bei Allergien entstanden sind. Diese Löcher lassen Fremd- und Schadstoffe in unseren Organismus und zwingen ihn zu einer Überreaktion.

Allergie und Unverträglichkeiten sind nicht dasselbe. Echte Allergien haben einen Ausstrom von Histamin zur Folge, der typische Entzündungserscheinungen hervorbringt. Denken wir hier wieder an die Verbundenheit unserer Schleimhäute, lassen sich Kreuzallergien erklären. Auf der Ebene der Mundschleimhaut kann sich eine Allergie beim Essen von z.B. Erdbeeren mit Anschwellen des Mundraumes bemerkbar machen, auf Ebene der Nasenschleimhaut bei Kontakt von Birkenpollen mit Heuschnupfen. Sowohl Erdbeeren als auch Birkenpollen haben eine ähnliche Eiweißstruktur, die den Körper auf verschiedenen Etagen zur Überreaktion bringen.

Was können wir tun, wenn Allergien, chron. Schleimhautentzündungen, Abwehrschwäche, Darmerkrankungen und Reizdarm uns plagen:

Ein guter Weg ist, die Barrierefunktion der Schleimhäute insbesondere des Darmes zu stärken.

Das dazu bekannteste Mittel ist Colibiogen®. Dies enthält einen Extrakt aus einem speziellen Bakterienstamm – Escheria coli Laves und wird als Schleimhauttherapeutikum genutzt. Es schützt die Schleimhaut, fördert die natürliche Bakterienflora, hemmt Schleimhautentzündungen und Allergien, regeneriert geschädigte Schleimhautbereiche usw.

Laves führt auch Probiotika mit lebenden Kulturen, wie Lactobiogen®. Durch eine Stuhlprobe kann die Zusammensetzung der Darmflora diagnostiziert werden.

Sind Beschwerden wie Zöliakie und Milchunverträglichkeit das Problem, helfen Präparate wie Sanaglu® und Sanalact® Pro.

 

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